Behandlungskonzept

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Impressum

 

Die Chiropressur stellt ein neuartiges Konzept zur
manualtherapeutischen Behandlung von Schmerzen des
muskuloskeletaren Systems dar. Die Methode dient der
Regulation und Beseitigung schmerzauslösender Funkti-
onsstörungen des menschlichen Bewegungsapparates.

Die Chiropressurbehandlung entwickelte sich über einen
Zeitraum von fast 15 Jahren als ein autodidaktisches
Erfahrungskonstrukt.

Der Begriff Chiropressur setzt sich zusammen aus
Chiro = Hand und Pressus = Druck.

Das Behandlungskonzept besteht darin, durch manuellen
Druck auf bestimmte Akupunkturpunkte und gleich-
zeitig vom Therapeuten geführten Bewegungen des an
der Schmerzsymptomatik beteiligten Körperteils, Gelenk-
blockaden und Muskelfunktionsstörungen zu beseitigen.
Das Lösen von Gelenkblockaden gelingt dabei indirekt
über die durch die Therapie ausgelöste Entspannung und
Lockerung der die Blockade fixierenden Muskeln und
Bandstrukturen.
Die Chiropressur bedient sich therapeutisch der Pressur
von einigen wenigen Akupunkturpunkten -entsprechend
dem Verlauf des zugeordneten Meridians bzw. Tendino-
Muskulären Meridians-
die sich an den oberen und un-
teren Extremitäten sowie am oberen, vorderen Brustkorb
befinden.

Als theoretischer Hintergrund der Behandlungsmethode
dient die Theorie der Kettenblockaden und Kettentendi-
nosen. Hierbei handelt es sich um Gelenkblockaden u./o.
Muskelverspannungen, die sich ausgehend von einer
Primärstörung nach und nach wie Kettenglieder in immer
entfernteren Bereichen des Bewegungsapparates sekun-
där ausbilden. Dies kann zentripedal oder zentrifugal
geschehen. Bei Störungen in einem bestimmten Bewe-
gungssegment untersucht und behandelt die Chiropressur
folglich nicht nur diesen Bereich, sondern auch alle
weiteren, diesem Segment zugeordneten Kettenglieder. Im
Rahmen der Behandlungsstrategie ist es dabei un-
erheblich, ob die Primärstörung zentral, peripher oder
dazwischen zu finden ist.
Als arbeitshypothetische Basis im Ursachengeschehen
(Kausalität) von funktionell/reversiblen Schmerzen und
Bewegungseinschränkungen spielen der Schultergürtel-
bereich, das Ilio-Sakralgelenk und der Musculus pirifor-
mis eine zentrale Rolle.

Die Chiropressurbehandlung verzichtet weitesgehend auf
die aus der klassischen chirotherapeutischen Behandlung
bekannten so genannten „harten Techniken“ (Impuls -
manipulationen). Es werden bis auf wenige Ausnahmen
fast ausschließlich mobilisierende Weichteiltechniken
angewandt. Dies ermöglicht auch den Einsatz der
Chiropressur bei Schmerzpatienten aller Altersklassen,
ebenso bei Schmerzpatienten mit risikobehafteten
Begleiterkrankungen (Osteoporose, Schwangerschaft,
Marcumartherapie).

Die Chiropressur ermöglicht eine nicht medikamentöse,
effiziente Schmerzbehandlung muskuloskeletarer Syndro-
me und versteht sich in Diagnostik und Therapie als alter-
natives Behandlungskonzept neben den bereits bekannten
und bewährten Therapieformen wie Orthopädie, Rheuma-
tologie, spezielle Schmerztherapie, Neurologie, Physikali-
sche Medizin, Chiro/Manualtherapie, Akupunktur, Psycho-
therapie und Pharmakotherapie. Sie ist je nach Vor-
kenntnissen des Therapeuten auch in Kombination der
bestehenden Behandlungskonzepte einsetzbar.

Die Chiropressur kann daher von allen Berufsgruppen,
welche Schmerzen des Bewegungsapparates behandeln,
ausgeübt werden.

Behandlungsbeispiel bei Schmerzen u./o. Bewegungseinschränkungen der Schulterblatt umgebenen Muskulatur, seitlicher Halsmuskulatur und Ober- und Unterarmmuskulatur mit Hilfe der Pressur von Punkten des Dickdarmmeridians

 

Dickdarmmeridian (Di)

Meridianverlauf


Dickdarm (Di): Tendino-Muskulärer Meridian

 

Di 4: Quellpunkt des Dickdarmmeridians


Di 4 ist der wichtigste energetische Punkt der Akupunktur
und ein herausragender übergeordneter Schmerzpunkt

Lokal.: auf dem höchsten Punkt des den Daumen ansprei-
zenden Muskels bei anliegendem Daumen

 

Di 13

Lokal.: 4 Querfinger oberhalb des äußeren Endes der
Ellenbogenbeugefalte auf der Verbindungslinie zwischen
Ellenbogenbeugefalte und Schulterspitze


Therapeutisches Vorgehen

Gleichzeitiger Druck auf Di 4 und Di 13

dabei Mobilisation:

- der Schulter durch Bewegung des Armes nach vorne und
hinten
- des Ellenbogens durch Beugung, Streckung, Pro- und Su-
pination
- des Handgelenkes durch drehen im Uhrzeigersinn


Pressur von Di 4 und Di 13 unter gleichzeitiger Mobilisa-
tion von Hand-Ellenbogen und Schultergelenk